█ emilia cœur

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Posts tagged Poem.

Nun endlich, stehst du weiß und nackt
Vor süßen Sünden zitternd hier -
Und meines Pulsschlags wilder Takt
schlägt rasend an die Sinne dir.
Und meine Augen halten dich
wie straffe Seile fest umspannt. -
In meinen Willen hab’ ich dich
Nach langem Werben nun gebannt.
Dein Weinen schürt die Fibern mir -
Dein keuscher Widerstand wird matt. -
Ich packe dich - und meine Gier
Frißt sich an deiner Reinheit satt.


(Erich Mühsam)

Ein Traum

Wenn oft ich einsam saß und allein,
Dann wiegte der lieblichste Traum mich ein,
Sein weicher Arm mich liebend umschlang,
Sein Mund die süßesten Lieder sang.

Er legt’ auf’s Herz sich erfrischend und mild,
Wie Thau auf dürstende Blumen quillt,
Er säuselt’ um mich wie im Schilfe der Wind
Und kühlte die brennende Stirne lind.

Er war so heiter, so golden schön,
Wie die Sonne strahlt um der Berge Höh’n,
Wenn sie noch einmal aus Wolken bricht,
Eh’ in Nacht versinket ihr glänzend Licht.

Umwoben von seinem Zauberband
Vergaß ich des Lebens Schmerz und Tand,
War reich von seliger Ahnung erfüllt,
Wie einst sich des Herzens Räthsel enthüllt.

Und wenn ich traurig und müde war,
Dann schloß ich zum Traume mein Augenpaar,
Und träumte Frieden mir in die Brust,
Bis nicht mehr des Schmerzes ich war bewußt,

Bis Himmelswonne die Seele durchzog
Ach! daß der grausame Traum nur log;
Er ist dahin, das Erwachen war schwer,
Herz, mein Herz, o, träume nicht mehr!

- Marie Luise Bücher -

x

Mein Herz, schließ es ein
Versuch, Brich es nicht
Du.
Alles, alles, aber alles.
Dein.