Nun endlich, stehst du weiß und nackt
Vor süßen Sünden zitternd hier -
Und meines Pulsschlags wilder Takt
schlägt rasend an die Sinne dir.
Und meine Augen halten dich
wie straffe Seile fest umspannt. -
In meinen Willen hab’ ich dich
Nach langem Werben nun gebannt.
Dein Weinen schürt die Fibern mir -
Dein keuscher Widerstand wird matt. -
Ich packe dich - und meine Gier
Frißt sich an deiner Reinheit satt.
(Erich Mühsam)
8 months ago on October 03, 2011 at 04:23pm
